Das Handbuch für digitale Nomaden

Selbstbestimmt leben – ortsunabhängig arbeiten

Das Handbuch für digitale Nomaden Buchcover

AUTOR

Sebastian Kühn

KATEGORIE

Existenzgründung
Selbständigkeit
Beruf
Karriere

ZUM BUCH*

ERSCHIENEN

1. Auflage 2016
Redline Verlag*

Das Handbuch für digitale Nomaden

Selbstbestimmt leben – ortsunabhängig arbeiten

Das Handbuch für digitale Nomaden Buchcover

AUTOR

Sebastian Kühn

KATEGORIE

Existenzgründung
Selbständigkeit
Beruf
Karriere

ERSCHIENEN

1. Auflage 2016
Redline Verlag*

ZUM BUCH*

Einleitung

Bei Starbucks, am Flughafen oder in der Hotellobby sitzend, vor sich den Laptop mit einem leuchtenden Apfelsymbol geöffnet, Kopfhörer in den Ohren, ein Getränk schlürfend. Überall auf der Welt „wo Palmen auf gutes WiFi treffen“ findet man sie, die digitalen Nomaden.

Die Welt bereisen, flexibel und örtlich ungebunden sein, die schönsten Strände der Welt genießen und zwischendurch ein bisschen in die Computertasten hauen, wer hätte das nicht gerne? So sieht wohl die Idealvorstellung eines Traumjobs für viele Menschen aus. Auch wenn dies eine eher unrealistische Vorstellung sein dürfte, leben digitale Nomaden sehr oft einen Lifestyle, den sich viele dennoch gerne wünschen würden. Wie sich das digitale Nomadentum gestalten lässt, welche Möglichkeiten und Einschränkungen damit einhergehen und was es benötigt, um selbst auf den Zug aufzuspringen, das erläutert Sebastian Kühn in seinem Handbuch für digitale Nomaden*.

Autor

Sebastian Kühn, Jahrgang 1983, arbeitete als Einzelhandelskaufmann und studierte Betriebswirtschaftslehre in Berlin. Seit 2012 ist er als digitaler Nomade unterwegs. 2014 startete er seine Website Wireless Life, auf der er ortsunabhängige Unternehmer und Aussteiger berät.

Inhalt

„Heute in zwanzig Jahren wirst Du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du versäumt hast, als über die, die Du getan hast. Also mache die Leinen los, verlass den sicheren Hafen, fang den Fahrtwind in deinen Segeln. Forsche, träume, entdecke!“ – Mark Twain

Digitaler Nomade werden – Wie fange ich an?

Sebastian Kühn sieht vor allem zwei Herangehensweisen auf dem Weg zum digitalen Nomadentum – die Arbeit als Freelancer und der Aufbau eines Online-Business oder „Lifestyle-Business“. Der Aufbau eines Unternehmens bietet dabei deutlich weniger Grenzen, allerdings ist der Einstieg als Freelancer leichter und ein Onlinebusiness wird üblicherweise erst nach Monaten oder Jahren ausreichend profitabel, um den eigenen Lebensunterhalt damit bestreiten zu können.

Der Autor schlägt ein Vorgehen in mehreren Schritten vor, von der Nischenfindung bis zur Kalkulation des Mindeststundenlohns. Je kleiner und spezieller die Nische dabei ist, desto höher ist die Nachfrage nach Expertenwissen. In kleineren Nischen fällt es deutlich leichter, sich als Experte zu positionieren und in weiterer Folge auch deutlich höhere Stundensätze zu verlangen. Perfekte Einstiegsnischen sind etwa Bereiche wie Online-Marketing, Übersetzung, Content-Erstellung oder allgemeine Administration.

Der Weg des Autors startete ebenfalls mit Freelancing und zwar im Bereich der Übersetzungen und des Onlinemarketings. Der Vorteil dieser Nischen ist, dass sie keine spezielle Ausbildung oder Berufserfahrung benötigen. Als Freelancer ist es zunächst auch nötig, einen geeigneten Mindeststundenlohn festzusetzen. Dabei werden die monatlichen Kosten zur verfügbaren Arbeitszeit in Relation gesetzt:

Mindestlohn = Monatliche Kosten (inkl. Steuern, Versicherungen und Administration) / verfügbare Arbeitszeit

Als Freelancer sollte man auf diesen Mindestlohn mindestens 50 % aufschlagen, denn wie der Autor betont, sollte man sich nie unter seinem Wert verkaufen und sich keinesfalls auf Preiskämpfe mit Studenten und anderen Freelancern aus Entwicklungsländern einlassen. Walter Epp, der auf seinem Blog schreibsuchti.de anderen die Freude am Schreiben beibringt, empfiehlt etwa keine Stundenpreise, sondern Fixpreise anzubieten. Er spricht sich ebenso wie Kühn dafür aus, sich lieber zu spezialisieren, als ein Allrounder zu werden. Denn nur so kann man zu einer Autorität auf seinem Gebiet werden.

Möchte man den Schritt vom Freelancer zum eigenen Online-Business wagen, so kann man als Infopreneur (z.B. mit Blogs) oder als Entrepreneur Geld verdienen (Lifestyle-Business). Sebastian Kühn erläutert dabei die nötigen Schritte, um ein eigenes Lifestyle-Business aufzubauen. Von der Ideen- & Nischenfindung, über Branding & Positionierung, der Erstellung von Geschäftskonzepten, der Erläuterung verschiedener Geschäftsmodelle, der Nutzung verschiedener Plattformen, der Validierung von Geschäftsideen, der Umsetzung anhand verschiedener Komponenten, dem Ausbau der Reichweiten, der Optimierung bis zur Automatisierung und Outsourcing des Geschäfts. Dabei verweist er auch auf viele hilfreiche Tools, die bei den einzelnen Schritten Unterstützung bieten.

Letztlich appelliert er, sich einfach nur zu trauen, eine Idee zu testen, diese zu optimieren und wenn nötig wieder zu verwerfen. Es wird einige Erfahrungen benötigen, bevor sich ein erfolgreiches Unternehmen aus den eigenen Ideen etablieren wird. Wer jedoch den Schritt vom Freelancer zum Unternehmer wagt, kann natürlich davon profitieren, Dienstleistungen auszulagern und sein Unternehmen zu skalieren (Productized Service).

Freelancing Business Buchcover

In Freelancing Business: Mehr Zeit und Geld als Freiberufler erläutert Tim Chimoy wie man auch als Freiberufler seine Tätigkeit zu einem Business skalieren und die Umsätze dadurch steigern kann.

HIER KOMMST DU ZUM BUCH VON TIM CHIMOY*

Rechtliche Aspekte des digitalen Nomadentums

Das Kapitel über die rechtlichen Aspekte der Selbständigkeit bezieht sich ausschließlich auf Deutschland. Dabei geht es um die rechtlichen Unterschiede zwischen Gewerbetreibenden und Freiberuflern, welche Vor- und Nachteile diese bieten, welche Rechtsformen für Gewerbetreibende es gibt, welche Fördermittel Gründer_innen zustehen und welche Versicherungen und Vorsorgemöglichkeiten es für Selbständige gibt.

Daneben werden auch die rechtlichen Belange des langfristigen Ausreisens in einem eigenen Kapitel näher behandelt. Was bedeutet es, ohne festen Wohnsitz zu leben und welche Nachteile und Konsequenzen sind damit verbunden? Ab wann hat es Sinn, den Wohnsitz am Heimatort abzumelden und welche Vor- und Nachteile hat die Abmeldung?

Vor allem die Nachteile sollte man gut abwägen. So kann man ohne gültige Meldeadresse in Deutschland beispielsweise gar kein Gewerbe anmelden und für ein bestehendes Gewerbe ist nach der Abmeldung des Wohnorts eine Betriebsstätte mit ladungsfähiger Geschäftsadresse erforderlich. Weiters kann es sein, dass für bestehende Bankkonten eine Meldeadresse vertraglich erforderlich ist. Eine Neueröffnung von Konten ist nur bei Direktbanken möglich.

Sollte man feststellen, dass die Nachteile bei einer Abmeldung überwiegen und sich deshalb gegen eine Abmeldung entscheiden, so muss man dennoch abklären, ob es rechtlich überhaupt möglich ist, angemeldet zu bleiben, obwohl man im Ausland lebt oder Dauerreisender ist.

Es gibt also in rechtlicher Hinsicht einiges zu bedenken und abzuwägen, falls man an eine Abmeldung des Wohnorts denkt. Falls man sich für ein wohnsitzloses Leben entschieden hat, so informiert Sebastian Kühn über die Vorbereitungen und gibt wesentliche Infos, die mit der Aufgabe des Wohnsitzes in Deutschland einhergehen. Besonders spannend ist in weiterer Folge etwa die Möglichkeit, dass man in manchen Ländern der Welt Staatsbürgerschaft mehr oder weniger käuflich erwerben kann. Genauer gesagt passiert dies über großzügige Spenden oder Investitionen (Citizenship by Investment). So zum Beispiel in einigen karibischen Inselstaaten, Hongkong, Singapur oder Australien.

Sebastian Kühn gewährt außerdem Einblick in sogenannte Offshore-Strategien bzw. in die Unabhängigkeit durch Internationalisierung. Auch das „Ausflaggen“, die ultimative Ortsunabhängigkeit, findet im Buch Erwähnung. Dabei wird die sog. Flag Theory besprochen, bei der die Vorteile unterschiedlicher Länder so kombiniert werden, um sein Leben optimal zu internationalisieren. Das bedeutet, dass man etwa die Staatsbürgerschaft eines Staates annimmt, der ausländisches Einkommen nicht besteuert, einen Wohnsitz in einem Land mit niedriger Einkommenssteuer hat oder sein Vermögen in einem Land investiert, in dem Kapitalanlagen nicht besteuert werden usw.

Digitale Selbständigkeit

Das meiner Meinung nach wohl spannendste Kapitel ist Kapitel 5 zur digitalen Selbständigkeit. Hier werden Gedanken zur Umstellung des Mindsets vom Angestellten zum Unternehmer geteilt. Weiters geht es darum, wie man sich als Selbständiger organisiert und es werden Themen wie Produktivitätstechniken, flexible Arbeitsplätze und Ausstattung besprochen.

Sebastian Kühn stellt hier einige interessante Produktivitätstechniken und Tools vor. So etwa das Pareto-Prinzip (80/20-Regel). Diese Technik ist ideal für Perfektionisten und hilft dabei sich nicht in Details zu verlieren, die in keinem Verhältnis zum Arbeitsaufwand stehen. Stattdessen lernt man, Projekte auch nach einem Erfüllungsgrad von 80 oder 90 Prozent der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Pareto-Prinzip Buchcover

Besseres Zeitmanagement und Selbstorganisation durch das Pareto-Prinzip, auch unter der 80/20-Regel bekannt. Alex Prick erläutert die Technik, die zu mehr Erfolg, Zufriedenheit und Gelassenheit verhilft.

HIER KOMMST DU ZUM BUCH VON ALEX PRICK*

Eine weitere Technik ist Batch Processing, was die schubweise Abarbeitung von Aufgaben meint. Die Anwendung dieser Technik könnte etwa so aussehen, dass nicht jede E-Mail oder jeder Kommentar zu einem Beitrag sofort beantwortet wird. Stattdessen werden Zeitblöcke eingerichtet, um gezielt an einer Aufgabe zu arbeiten. Auch könnten Social Media Posts für mehrere Wochen im Voraus geplant werden, um sie dann nur noch posten zu müssen.

Neben vielen weiteren Techniken gibt es noch konkrete Tipps zu Apps und Produktivitätstools, etwa zu Schreibprogrammen (als Alternativen zu Word), Batch-Processing Apps oder To-Do-Listen.

Eine richtige Fülle an App-Empfehlungen gibt es vom Autor zur Gestaltung des digitalen Büros. Dazu gehören konzentrationsfördernde Musik (isochronische Töne oder Brainwave-Music), Scanner-Apps um Dokumente zu digitalisieren, Tools für digitales Rechnungswesen, die Möglichkeit virtueller Briefkästen um den klassischen Briefkasten komplett auflösen zu können oder Skype-Telefonnummern, bei der der Anrufer nur den Ortstarif bezahlt, unabhängig davon, wo man sich selbst gerade auf der Welt aufhält. Es gibt auch Firmen, die hochgeladene PDFs oder Word-Dokumente ausdrucken, kuvertieren und innerhalb von 24 Stunden per Post versenden können. Ferner gibt es Empfehlungen zu Datensicherungstools und Passwort-Managern und Hinweise, wie man Proxys in Form von VPN-Netzwerken verwenden kann, um auf Webseiten zugreifen zu können, die in manchen Ländern gesperrt sind.

Auch das Thema Lebenslanges Lernen wird aufgegriffen und es gibt Verweise zu kostenlosen als auch kostenpflichtigen Lernplattformen und Informationsquellen.

Sebastian Kühn empfiehlt die Einhaltung einiger Grundsätze, um ein möglichst nachhaltiges Business aufzubauen. Zum Beispiel sollte man nur verkaufen und empfehlen, was man selbst auch wirklich vertreten kann. Kurzfristigen Einnahmen sollte man gegenüber langfristigem Erfolg niemals den Vorrang geben. Auch sollte man sich nicht von Google, Facebook oder YouTube abhängig machen, stattdessen lieber versuchen, die eigenen Plattformen in Form von Blogs und E-Mail-Listen anstelle von Social Media zu etablieren. Als wesentlich erachtet er zudem auch die Hilfsbereitschaft gegenüber anderen. Diese zahlt sich letztlich immer aus, vielleicht nicht unmittelbar, dafür aber langfristig umso mehr.

„Um als Unternehmer erfolgreich zu sein, musst du in Vorleistung gehen. Anstatt sofort Gegenleistungen einzufordern, erbringst du zunächst selbst eine Leistung, um das Vertrauen von potenziellen Kunden zu gewinnen.“

Reisen und Arbeiten von unterwegs

Es ist eines der größten Missverständnisse, dass digitale Nomaden von unterwegs aus arbeiten. Diese romantische Vorstellung funktioniert leider nicht. Um vernünftig und kreativ arbeiten zu können, müssen sich digitale Nomaden für eine Weile wo niederlassen. Auf Reisen selbst arbeitet man höchstes im Wartungsmodus.

Einer der wesentlichsten Vorteile, die das digitale Nomadentum bietet, ist jedoch die Geo-Arbitrage. Diese beschreibt im Wesentlichen den Gewinn den man hat, wenn man Geld dort verdient, wo mit Dollar oder Euro bezahlt wird und das verdiente Geld in günstigen Ländern wie Thailand ausgibt.

„Durch diese Ausnutzung von Preisunterschieden in zwei Ländern musst du dein Einkommen nicht unbedingt erhöhen oder Ersparnisse nutzen, um auf Reisen zu gehen. Mit den Einkünften aus einer untervermieteten Wohnung oder einer Nebentätigkeit als Freelancer kannst du in vielen Ländern wie Lateinamerika oder Asien gut leben.“

Ein wesentlicher Teil des Konzepts des ortsunabhängigen Arbeitens ist es, Kosten zu sparen. Vor allem Flüge und Reisekosten machen oft einen großen Kostenpunkt aus. Auch hier gibt es clevere Methoden, um möglichst preisgünstig um die Welt zu kommen. In diesem Zusammenhang sei der Reiseblog flocblog.de von Florian Blümm und sein Buch Mit wenig Geld um die Welt* erwähnt. Er hat ein paar wesentliche Tipps parat, mit denen es sich richtig günstig und gut um die Welt reisen lässt. So kommt er nach mehreren Jahren Weltreise mit Ausgaben von durchschnittlich 22,50 € täglich bzw. 700 € monatlich durch. Meine Buchrezension dazu findest du hier!

Mit wenig Geld um die Welt Buchcover

Man braucht keine dicke Geldbörse, um die Welt zu sehen. Wie man mit weniger als 30 Euro pro Tag um die Welt reisen kann, erklärt Florian Blümm in seinem Buch Mit wenig Geld um die Welt!

HIER KOMMST DU ZUM BUCH VON FLORIAN BLÜMM*

Auch Sebastian Kühn hat in seinem Reisekapitel wichtige Infos zu Internetzugängen, telefonischer Erreichbarkeit, Reisekrankenversicherungen, Visumangelegenheiten, Möglichkeiten, unterwegs günstig an Bargeld zu kommen und wie man nachhaltig reisen kann, wobei er besonders auf die Schaffung eines entsprechenden Bewusstseins appelliert:

„Fliege nicht sinnlos um die Welt, wähle deine Reiseroute geschickt aus und berücksichtige umweltfreundliche Alternativen zum Fliegen bei deiner nächsten Reise – dann bist du auf dem guten Weg, eine Balance zwischen den drei Säulen für Nachhaltigkeit beim Reisen herzustellen.“

Wer nicht weiß, in welche Länder er reisen soll, für den gibt es noch einige Tipps, wo man die besten Orte zum Arbeiten und Leben findet. Dabei werden Faktoren berücksichtigt wie Kosten (an welchen Orten kann man mit wenig Einkommen lange gut leben), Community (wo halten sich die meisten anderen Nomaden auf), Internet (der Faktor Geschwindigkeit beim Internetzugang sollte bei der digitalen Arbeit keinesfalls unterschätzt werden) und Wetter (vor allem im Hinblick auf Regenzeiten).

Kritik

Das Handbuch für digitale Nomaden* von Sebastian Kühn gibt einen Einblick in das Leben von digitalen Nomaden und woran man denken muss, um den Traum vom ortsunabhängigen Arbeiten in die Wirklichkeit umzusetzen. Was die möglichen Tätigkeiten für digitale Nomaden angeht, kratzt das Buch inhaltlich dabei eher an der Oberfläche.

Die größte Stärke des Buchs liegt meiner Meinung nach vor allem in der riesigen Fülle an Verweisen und Tipps zu verschiedenen Techniken, Tools und Apps sowie zu kostenlosen und kostenpflichtigen Informationsquellen. Ich habe beim Lesen des Buchs sehr viele Notizen zu Tools und Apps gemacht, die ich gerne testen möchte. Diesbezüglich bietet das Buch einen richtig großen Mehrwert. Da das Buch jedoch bereits im Jahr 2016 erschienen ist, stellt sich allerdings die Frage, wie aktuell die Tipps tatsächlich noch sind.

Etwas mühsam empfand ich das ständige Zurückblättern in das Verzeichnis der vielen Anmerkungen (293 an der Zahl), die zudem äußerst winzig gedruckt sind. Das hat die Lesefreude etwas getrübt, da man wirklich häufig nachschlagen muss, um sich die Apps, Tools, Links oder Verweise aus der Verzeichnis heraus zu notieren. Letztlich habe ich mir mit einem zweiten Lesezeichen im Buch geholfen. Ich hätte es allerdings begrüßt, wenn die Anmerkungen auf der jeweiligen Seite direkt in der Fußzeile vermerkt gewesen wären. Das hätte es deutlich einfacher gemacht, sich während dem Lesen auch Notizen zu machen.

Das Kapitel zu den rechtlichen Aspekten der Selbständigkeit bezieht sich leider ausschließlich auf Deutschland. Dies ist allerdings ein Umstand, der bei den meisten deutschen Sachbüchern eher die Regel ist.

Fazit

Das Handbuch für digitale Nomaden* von Sebastian Kühn ist eine gute Anlaufstelle für alle, die sich selbstbestimmtes und ortsunabhängiges Arbeiten zum Ziel gesetzt haben. Dabei weist der Autor sehr umfassend auf die speziellen Herausforderungen, Auswirkungen und Hürden hin, die damit in Zusammenhang stehen. Die Leserschaft erfährt, wie und mit welchen Schritten man sich an das digitale Nomadentum heranwagen kann und eignet sich als Inspirationsquelle und Nachschlagewerk für alle Interessierten. Vor allem die zahlreichen Tipps, Literaturverweise, Hinweise auf Blogs, Techniken, Apps, Tools und Informationsquellen, die in dem Buch zu finden sind, können besonders positiv hervorgehoben werden, wobei über die Aktualität keine Aussage getroffen werden kann. Wer sich für das Thema interessiert, sich über die Möglichkeiten inspirieren lassen möchte und weiters auf alle nötigen Belange hingewiesen werden will, die mit einer ortsunabhängigen Tätigkeit in Zusammenhang stehen, der sollte einen Blick in dieses Buch wagen. Ich werde wohl noch des Öfteren darin nachschlagen.

HIER GEHTS ZUM BUCH*

Pro & Contra

  • Sehr umfangreiche Wissensvermittlung von A bis Z

  • Vollgepackt mit jeder Menge Tipps für Apps, Tools und Informationsseiten

  • Gut geeignet als Nachschlagewerk

  • Umständliches Nachschlagen der Anmerkungen im Anhang, die Schriftgröße ist zudem sehr klein

  • Zu wenig konkrete Informationen zu Geschäftsmodellen

Weitere Literatur des Autors

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