9 Erkenntnisse von Warren Buffett 2021

Neun Takeaways von Warren Buffett und Charlie Munger aus dem Berkshire Hathaway Shareholder Meeting 2021

9 Erkenntnisse von Warren Buffett 2021

Neun Takeaways von Warren Buffett und Charlie Munger aus dem Berkshire Hathaway Shareholder Meeting 2021

Üblicherweise würden tausende von Investoren zum jährlichen Shareholder Meeting von Berkshire Hathaway nach Omaha pilgern, um dem dynamischen Duo Warren Buffett und Charlie Munger beim Sinnieren über ihre Investments und dem Weltgeschehen zuzuhören. Bereits letztes Jahr fand das jährliche Meeting aufgrund von Corona in Form eines Live-Streams statt, so auch dieses Jahr. Letztes Jahr war der Event allerdings eine One-Man-Show von Warren Buffett. Nachdem es dieses Jahr allerdings nach Los Angeles verlegt wurde, konnte auch Charlie Munger wieder daran teilnehmen.

Anbei findest du  9 Erkenntnisse von Warren Buffett 2021, die er gemeinsam mit Charlie Munger im Rahmen des Meetings mit Hunderttausenden von Zusehern geteilt hat. Nachdem letztes Jahr mehr Investoren als je zuvor ihren Weg zu den Aktienmärkten gefunden haben, hatte er vor allem auch ein paar Botschaften für Junginvestoren parat.

1. Stock-Picking ist nichts für den durchschnittlichen Investor

„I do not think the average person can pick stocks.”

Buffett warnte die Neo-Investoren davor, voller Zuversicht in einzelne Unternehmen zu investieren. Erfolgreiches Stock-Picking sei wesentlich komplizierter und weniger erfolgversprechend, als gemeinhin angenommen wird. Um dies zu verdeutlichen zeigte Buffett eine Übersicht der 20 Aktiengesellschaften mit der größten Marktkapitalisierung weltweit. Darunter neben Saudi Aramco die amerikanischen Tech-Giganten Apple, Microsoft, Amazon, Facebook und Alphabet (Google). Wieviele dieser Unternehmen werden wohl in 30 Jahren noch unter den Top 20 sein? Vielleicht 10, 5 oder nur eines? Möglicherweise sogar gar keines?

Schließlich zeigte Buffett dieselbe Übersicht von vor 30 Jahren, aus dem Jahr 1989. Keine der damaligen Top-20-Unternehmen (neben ExxonMobil, General Electric und IBM etwa auch einige japanische Firmen) befindet sich noch in der heutigen Liste. Seine Conclusio – die Welt verändert sich immer wieder auf dramatische Weise und wir können dies nicht vorhersehen. Dies sollte man bedenken, wenn es darum geht, die Top-Unternehmen der Zukunft bereits heute identifizieren zu wollen.

2. Keep it simple – Indexfonds als beste Option für die meisten Investoren

Nachdem es beinahe unmöglich ist, vorherzusagen, wie sich die Welt entwickelt, ist es für die meisten Investoren am besten auf Indexfonds zu setzen, als auf Einzelaktien. Er empfiehlt Indexfonds auf den S&P 500. Buffett selbst hat schließlich verfügt, dass im Falle seines Ablebens 90 % des Vermögens seiner Frau in einen entsprechenden Indexfonds investiert werden, die restlichen 10 % in amerikanische Staatsanleihen.

“I just think that the best thing to do is buy 90 % in S&P 500 index fund.”

Munger widerspricht hier Buffett und würde Investitionen in Berkshire Hathaway gegenüber einem S&P 500 Indexfonds bevorzugen, da die Unternehmen in denen Berkshire investiert seiner Meinung nach weiterhin Potential haben, sich besser zu entwickeln als der Durchschnitt.

3. Vorsicht vor dem Spieltrieb

Über die Trading-App Robinhood äußerten sich Buffett und Munger äußerst kritisch. Buffett etwa sieht Robinhood als wesentlichen Bestandteil einer Generation von Casino-Gamblern, die in den Aktienmarkt drängen. Zwar hätten diese Gambler bessere Chancen, als in der Lotterie zu gewinnen. Ihre allgemeinen Chancen auf gute Erfolge seien hingegen nicht besonders hoch. Buffett verurteilt die Zockerei nicht, lehnt sie aber ab.

„There’s nothing illegal about it. There’s nothing immoral. But I don’t think you would build a society around people doing it.”

4. Investiere in dich selbst

Manchmal investiert man am besten in sich selbst. Die Rede ist hier allerdings nicht von Humankapital, sondern von Aktienrückkäufen. Buffett tätigte Aktienrückkäufe im ersten Quartal 2021 im Ausmaß von 6,6 Mrd. $.

Jeremy Miller - Warren Buffets fundamentale Investment Geheimnisse Buchcover

In Warren Buffetts fundamentale Investment Geheimnisse werden (mit Autorisierung von Warren Buffett persönlich) die Briefe veröffentlicht, die er in Form der berühmten Partnership Letters den Anteilseignern von Buffett Partnership zwischen 1956 und 1970 übermittelt hat, um seine Investmentstrategien zu erläutern. Diese werden vom Autor Jeremy Miller kommentiert und die Grundprinzipien Warren Buffetts beschrieben.

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5. Sag niemals nie

Die Zeiten ändern sich. Buffett hat sich lange Zeit von Tech-Aktien ferngehalten, da er ihre Geschäftsmodelle nicht ausreichend verstanden habe. Mittlerweile besitzt Berkshire Apple-Anteile im Ausmaß von mehr als 5 %. Tim Cook erntet lob von Buffett:

„I feel that I understand Apple and its future with consumers around the world. […] Apple has fantastic management.”

Doch auch das Orakel von Omaha ist nicht unfehlbar. Warren Buffett gesteht sich Fehler ein. So bedauert er, letztes Jahr einige Apple-Anteile verkauft zu haben. Wie er mitteilt, hätte er besser auf seinen Partner Charlie Munger hören sollen, der ihm mitgeteilt habe, dass er die Verkäufe für einen Fehler hielt.

6. Airlines entwickeln sich besser, wenn Buffett sie verkauft

Im Rahmen des Meetings im Jahr 2020 waren die Airline-Verkäufe von Buffett großes Thema. Er verkaufte im Frühjahr 2020 Delta Air Lines, Southwest Airlines, United Airlines Holdings und American Airlines Group. Damals sah er die Luftfahrt vor dramatischen Veränderungen. Was Buffett allerdings nicht vorhersehen konnte, war der Umstand, dass die Airlines massive finanzielle Unterstützungen durch die Regierung erfahren haben. Dies führt Buffett unter anderem gerade auf seine Verkäufe zurück. Er sei der Ansicht, dass die Unternehmen diese Unterstützung vermutlich nicht erhalten hätten, wenn er weiterhin als Großaktionär beteiligt geblieben wäre. Buffetts Anteile an den Unternehmen beliefen sich zum Teil auf 8 – 9 %.

7. Reden wir besser nicht über Bitcoin

Buffett bleibt weiterhin ein Bitcoin-Skeptiker, ebenso wie Munger. Der Frage über seine Meinung zu Kryptowährungen wich er allerdings aus, aus Angst davor, mehrere Hunderttausend Zuseher die Bitcoins besitzen zu verärgern.

Munger fand hingegen klare Worte für die Kryptowährung:

„I hate the Bitcoin success. […] I don’t welcome currency that is so useful to kidnappers and extortionists.”

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8. Bleib optimistisch

Buffett gilt als sehr optimistischer Mensch, der oft die Errungenschaften des Kapitalismus lobt. Er betont, in 62 Jahren nie mit Charlie Munger in Streit geraten zu sein. Optimisten leben bekanntlich länger als Pessimisten. Mungers Weltsicht ist hingegen manchmal deutlich pessimistischer und dennoch ist der gute Mann bereits 97 geworden. Vielleicht auch deshalb, da seine Sicht auf Berkshire und die Partnerschaft mit Buffett immer ausgesprochen optimistisch ist, wie er auch diesmal wieder betonte.

9. Hör auf Charlie Munger

Auf die Fragen, welche Lektionen sich Buffett und Munger aus dem vergangenen Jahr mitnehmen, antwortete Buffett, dass er mehr auf seinen Partner Charlie Munger hören sollte. Munger liege oftmals mit seinen Urteilen gegenüber manchen Entscheidungen Buffetts richtig. Munger spricht die Akzeptanz einer ungewissen Zukunft an. Hier stimmt auch Buffett nochmals mit ein, indem er zwar auf eine ungewisse Zukunft hinweist, gleichzeitig aber auch seinen Optimismus über die Zukunft von Berkshire Hathaway zum Ausdruck bringt. Es bleibt abzuwarten, auf welche Erkenntnisse die beiden Altmeister des Investierens im nächsten Jahr zurückblicken können!

Hier kommst du zur kompletten Aufzeichnung zum Berkshire Hathaway Shareholder Meeting 2021:

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4. Mai 2021|Kategorien: Finanzielle Bildung|Schlagwörter: , , , , , , , , , |

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Von |2021-05-23T16:33:44+02:004. Mai 2021|Finanzielle Bildung|2 Kommentare

2 Kommentare

  1. Rene 6. Mai 2021 um 19:13 Uhr - Antworten

    Ein super Artikel! Danke hierfür!

    • admin 12. Mai 2021 um 17:22 Uhr - Antworten

      Vielen Dank, Rene, das freut mich!

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